Vorstellung

Hallo zusammen,

ich bin hier, um mich vor allem mal etwas mit anderen Angehörigen von Demenzkranken auszutauschen um zu merken, dass wir nicht alleine sind. Mein Vater (76 Jahre) hat seit ca. 1 1/2 Jahren die Diagnose Alzheimer Demenz. Was vor 1 1/2 Jahren noch gut geklappt hat, ist leider über die Zeit nicht mehr möglich gewesen. Meine Mutter hat die volle Pflege übernommen und wir zwei Kinder versucht zu helfen, wo es ging.

Leider wurde es nach Weihnachten so schlimm, dass er einen Abend vor Silvester in eine Gerontopsychatrie eingewiesen werden musste. Meine Mutter ist völlig überfordert mit der Pflege und die Gegebenheiten im Haus durch Treppen und nicht barrierefreie Badezimmer könnte auch fast blöder nicht sein.

Er ist jetzt für 6 Wochen in dieser Einrichtung eingeplant und die Ärztin hat uns nahe gelegt nach einem geeigneten Heimplatz zu suchen. Ich weiß, dass die Umstände und die Überforderung meiner Mutter mit der Pflege diesen Schritt fast unausweichlich machen. Und wir als Kinder sind uns auch einig es nicht übel zu nehmen, wenn sie sagt, dass sie die Pflege nicht mehr leisten kann. Dennoch fühlt es sich gerade so schrecklich an zu begreifen, dass er wahrscheinlich nie wieder nach Hause kommen darf. Das zieht mir den Boden unter den Füßen weg.

Ich weiß, dass es Angebot für Angehörige in Form von Kursen gibt, um besser damit umgehen zu können, aber wir haben diese noch nicht wahrgenommen. Ich denke das wäre ein nächster guter Schritt. Habt ihr damit schon Erfahrungen gemacht und wie hat es euch geholfen?


Viele Grüße

Ingo

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