Nach der Diagnose

Hallo,

mein Schwiegervater zeigt erste Symptome von Alzheimer. Meine Schwiegermutter liegt momentan im Krankenhaus und wir sind dort bei einem Besuch von der Krankenschwester angesprochen worden - die den Vater mehrfach erlebt hat - ob wir ihn schon auf Alzheimer untersuchen ließen.
Er ist nicht nur vergesslich, sondern seit einem Krankenhausaufenthalt im Frühjahr macht er so gut wie gar nichts mehr, er erinnert sich z.B. nicht mehr an ein Hemd, das er letzten Sommer als Lieblingshemd getragen hat. Am nächsten Tag findet er dieses Hemd und zieht es auch an, und es ist ihm peinlich, dass er sich nicht mehr daran erinnert hat. Auf der anderen Seite reagiert er oft sehr aggressiv, wenn man ihn auf verschiedene Dinge anspricht. Das Autofahren will er auch nicht aufgeben, obwohl er z.B. nicht mehr richtig einparken kann (das Auto zeugt mit seinen Dellen von verschiedenen Versuchen) und auch seine Reaktionsfähigkeit sehr zu wünschen übrig lässt. Im Prinzip müssen wir immer beten, dass er wieder heil heimkommt.
Jetzt haben wir seinen Hausarzt angesprochen, da wir gehört haben, dass man Tests durchführen kann, ob jemand das hat. Der Hausarzt hat sehr aufgebracht reagiert wortwörtlich: "Wir sollen den alten Mann in Ruhe lassen, dies seien nur altersbedingte Erscheinungen. Er müsse nicht zum Nervenarzt." Zu meinem Schwiegervater hat er gesagt: "Ihr Sohn will sie zum Nervenarzt schicken." Entsprechend aufgebraucht kam er dann nach Hause und hat mit seinem Sohn gestritten. Aufgrund dieser Aussage des Hausarztes ist es wohl klar, dass er nicht veranlassen wird, dass der Vater untersucht wird. Gibt es eine Möglichkeit, den Hausarzt zu umgehen und eine Untersuchung machen zu lassen? Wie kann man dem Vater das am Besten erklären. Für ihn ist ein Nervenarzt "ein Doktor für Verrückte" und "er ist nicht verrückt und geht da nicht hin". Außerdem haben er und seine Frau wahnsinnige Angst vor Alzheimer, weil sie mitbekommen haben, wie der Nachbar dahinvegetiert ist. Seine Frau hatte ihn bis zum Tod zuhause gepflegt.
Wie können wir am Besten vorgehen? Sollen wir alles auf sich beruhen lassen und hoffen, dass die Mutter bald wieder gesund wird, damit sich der Vater beruhigt und wir auch weniger Kontakt zu ihm haben? Leider ist dies nicht absehbar, da sie mit Magengeschwüren (eines ist durchgebrochen) im Krankenhaus liegt und die Ärzte nicht wissen, ob sie operieren sollen oder nicht - sie ist ja schließlich auch nicht mehr die Jüngste.
Vielleicht wisst Ihr einen Rat, vor allem auf was wir achten sollen und was wir tun können.

Vielen Dank im Voraus, Heike
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Kommentare

  • Hallo,
    bei uns ist es auch sehr schwierig und manches kommt mir sehr bekannt vor. Mir hat eine lokale Alzheimer Selbstilfegruppe sehr geholfen... da gab es auch Tips; Adrssen. In vielen Städten gibt es "Memory Kliniken" wo man testen lassen kann. Vor allem bekommt Ihr Schwiegervater j auahc Medikamente, wenn eine Diagnose steht, die den Verlauf zumindestens erst einmal anhalten. Bei uns hat das viel ausgemacht - z.T. erst auch einmal eine Besserung herbeigeführt. Mit dem Auto ist ein sehr schwieriges Thema. Über die Alzheimer Hotline gibt es auch eine Rechtsberatung. Je eher ihr Euch mit dem Thema befasst, desto mehr Zeit habt Ihr, selbst zu verarbeiten. Jedenfalls kommt Ihr mittelfristig nicht "drumherum". Ich bin immer wieder froh gewesen über Infos, die ich mir schon besorgt hatte, obwohl meine Eltern noch geblockt haben. Sie wollen das Thema nicht wahrhaben. Viele Grüße, Kris
  • Hallo Beate, hallo Kris,

    vielen Dank für Eure Antworten. Ich werde mich auf jeden Fall mit meinem Schwiegervater zusammensetzen und mit ihm ein ernstes ruhiges Gespräch führen. Zwischen ihm und seinem Sohn ist das leider nicht möglich - da schwingen zu viele Emotionen mit und die Tochter hält sich ganz heraus.
    Das Problem hier ist auch, dass der Schwiegervater - seit seine Frau in der Klinik ist - sich dem Alkohol hingibt und dadurch zusätzliche Schwierigkeiten entstehen.
    Das mit der Selbsthilfegruppe ist eine gute Idee - das Problem ist nur, wir sind in einer absolut ländlichen Gegend, egal ich werde versuchen, mich zu informieren.
    An den Hausarzt werde ich mich nicht mehr wenden - mit diesem Mann (auch über 60) kann man nicht mehr reden. Ich bin hier übrigens der Meinung, dass Ärzte nachweisen sollten, dass sie entsprechenden Weiterbildungen etc. genießen, um weiter praktizieren zu dürfen. Den Besuch beim Neurologen werde ich dem Vater auf jeden Fall vorschlagen. Aber er hat in dieser Sache kein rationales Denken - alles wird emotional bewertet. Er hat Angst davor, dass es eine Diagnose geben könnte, dass er Alzheimer hat und lieber will er es gar nicht wissen. Vogel-Strauß lässt grüßen.
    Seine Frau hat es genauso gemacht, hat ihre Schmerzen ignoriert und jetzt liegt sie im Krankenhaus mit 3 Magengeschwüren - eines davon durchgebrochen und in die Leber hineingewachsen. Operation gefährlich. Momentan wird sie künstlich ernährt und ruhig gehalten, weil man befürchtet, dass es zu einem Durchbruch kommt.
    Nun ja, man kann nur hoffen, dass wir es einmal besser machen, wenn wir so alt sind.
    Nochmals Danke an Euch beiden.
    Heike
  • Ich habe heute erstmals dieses Forum besucht und bin bestärkt worden, mich hilfesuchend zu melden. Seit längerer Zeit habe ich bei meiner Mutter (72) Anzeichen von Alzheimer beobachtet (mehrfaches Erzählen identischer Dinge während eines kurzen Gesprächs, immer gleiche hintereinander gestellte Fragen, sich erneut wundern über eigentlich bekannte Tatsachen....).
    Da sich dies in letzter Zeit (fast dramatisch) verschlimmerte, versuchte ich ein leichtes Gespräch mit ihr in die Richtung der Vergesslichkeit ("hach ich werde alt und vergesse so viel") und gleichzeitigem Hilfsangebot (Arztbesuch o.ä.). Dies endete leider in Tränen ihrerseits und einer erbosten Reaktion meines dann dazu gekommenen Vaters. SOOO etwas habe es nie in unserer Familie gegeben und wird es auch nicht, da sei nichts außer normaler Altersvergeßlichkeit. Nun stand ich da. Ich möchte ihr doch gern helfen, zumal es sicher schon gute Mittel , zumindest zur Minderung oder Verlangsamung des Krankheitsverlaufs gibt. Es ist noch so, dass sie sich sicher im Anfangsstadium befindet, aber die Hilfe kann doch sicher besser greifen, je eher man was unternimmt.
    Da ich keine Geschwister habe, liegt die Sorge und Fürsorge allein bei mir, und ich habe -wie fast jeder- auch genügend Alltagsgeschehen am Hals. Mein Mann ist emotional leider auch nicht allzu stark beteiligt, hat auch einen umfangreichen Alltag und ist daher leider keine große Stütze für mich bei diesem Thema.
    Daher ist meine Hoffnung nun dieses Forum. Vielleicht ergeben sich ja doch ein paar Tips und Hinweise, insbesondere hinsichtlich medikamentöser Möglichkeiten.
    In Erwartung und vielen Dank schon jetzt COR.
  • Guten Abend,Kerstin
    vielen Dank fürn die promte Antwort. Meine hat leider etwas gedauert, die Zeit...!Auf jeden Fall werde ich mich bezüglich des Medikaments Reminyl kundig machen, ist schon ein wertvoller Hinweis gewesen, danke! Mit dem Aspirin läßt sich leicht lösen, habe ich 'ne große Packung aus den USA mitgebracht, paßt ja.
    Wie in den anderen Beiträgen auch betont wird, ist schon allein das Forum eine große Unterstützung. Mir tut es ebenfalls sehr gut, aus den Beiträgen zu entnehmen, welche Situation bei anderen herrscht und so manche Aufmunterung zu erhalten.
    Welch Glück, dies entdeckt zu haben.
    Viele Grüße COR
  • Hallo!
    Ich bin heue zum ersten Mal auf dieser Seite und bin beeindruckt, wieviel Mut ihr habt und diesen weitergebt. Toll, dass es so ein Forum gibt.
    Ich selbst bin vorgestern erstmals mit diesem Thema konfrontiert worden, als meine "Stiefschwester" mit mitteilte, mein Vater habe Morbus Pig (eine seltene Art des Alzheimers, wobei ich nicht einmal sicher bin, ob ich das hier richtig geschrieben habe...)Mein Vater lebt einige hundert Kilometer von mir entfernt mit seiner zweiten Frau zusammen. Ich hatte lange Jahre keinen Kontakt zu ihm und habe ihn erst in den letzten Jahren wieder aufgebaut. Viele Dinge hätte ich gern noch geklärt, doch nun kam diese Diagnose. Ich weiss nun nicht genau, wie ich damit umgehen soll. Mein Vater wird von seiner Frau betreut werden, so scheint der Alltag erstmal gesichert zu sein. Auch ist seine Familie sehr optimistisch, was das zukünftige Zusammenleben angeht, das beruhigt mich sehr. Für mich stellt sich eher die Frage: Kann ich auf dieser Distanz irgendetwas tun? Wie kann ich weiterhin Kontakt pflegen, was ohnehin schon vorher nicht einfach war? Der Arzt sagte, mein Vater habe grosse Teile seiner Vergangenheit vergessen und sei nicht mehr in der Lage, Gefühle zu empfinden. Überfordere ich ihn, wenn ich anrufe?
    Es wäre schön, wenn jemand mir einen Tip geben könnte.
    Liebe Grüße, Tanja
  • Hallo Tanja,
    ich freue mich, dass Sie unser Forum gefunden haben und die Möglichkeit zum Austausch nutzen. Von mir nur ein kleiner Hinweis: "Morbus Pick" zählt zu den sog. Frontotemporalen Demenzen, die oft schon früher ausbrechen als die Alzheimer-Krankheit. Die Schwierigkeiten, die sich für die Angehörigen ergeben, sind allerdings sehr ähnlich.
    Mehr Infos zur Krankheit finden Sie hier: http://www.deutsche-alzheimer.de/pdf/factsheet11.pdf
    Viele Grüße

    Susanna Saxl
    Deutsche Alzheimer Gesellschaft
  • Hallo Kris und Susanne!
    Danke für die prompten Antworten! Mit euren Beiträgen macht ihr mir Mut. Ich habe aktuell noch keinen Kontakt zu meinem Vater bekommen, da er heute erst aus der Klinik entlassen wird, werde aber Rückmeldung geben.
    Über Nacht ist mein Vater sicher nicht anders geworden, rückblickend ist eher festzustellen, dass der Ausbruch der Krankheit schon Jahre zurückliegt, nur nie bemerkt wurde. In den letzten Monaten haben sich jedoch deutliche Zeichen gezeigt. Für ihn scheint es fast unmöglich, Gefühle zu empfinden, dabei kann er ziemlich exakt kognitive Zusammenhänge aus seiner Vergangenheit und vor allem aus seinem Berufsleben wiedergeben.
    Ich werde mich langsam vorwagen und mich auch weiter über diese Krankheit informieren. Danke für die Info über die Seite!
    Viele Grüße Tanja
  • Hallo Susanna,
    leider kann ich die von Ihnen genannte Seite nicht öffnen!?
    Gibt es noch eine andere Möglichkeit/ Seite?
    Liebe Grüße
    Tanja
  • Hallo Tanja,
    die Seite finden Sie auf unserer Homepage, Rubrik: Die Alzheimer-Krankheit --> Das Wichtigste 11., ganz unten auf der Seite. Die Seite ist im pdf-Format hinterlegt. Falls es damit Probleme gibt, schicke ich sie gerne auch per Post.
    Viele Grüße

    Susanna Saxl
    Deutsche Alzheimer Gesellschaft
  • Hallo Susanna,
    nachdem ich mich nun erneut und mit dem Hinweis der Rechtschreibkorrektur, auf die Suche im Internet gemacht habe, bin ich auch auf einige interessante und ermunternde Seiten gestossen. Die Auseinandersetzung mit dem Thema und die Möglichkeit des Austausches helfen bei der Verarbeitung. Danke nochmal!
    Gruss Tanja
  • Hallo!
    Ich habe mit meinem Vater telefoniert. Er war zu dem Zeitpunkt allein zu Hause. Wüsste ich nichts von seiner Krankheit, so wäre es mir nicht aufgefallen. Er umgeht einige Themen, auch auf die Krankheit selbst habe ich ihn nicht angesprochen. Ansonsten war der KOntakt für mich sehr ermunternd, da ich nun weiss, dass es ihm gut geht. Auch ein darauf folgendes Gespräch mit seiner Frau hat mich aufgebaut, da diese sehr optimistisch mit der Situation umgeht. Leider ist es nach wie vor schwierig, Informationen über `Morbus Pick` zu bekommen. Selbst sein Hausarzt musst erst einmal nachschlagen...
    Gruss Tanja
  • Hallo,habe heute die Diagnose Demenz-Alzheimer bei meine Mutter ( 71 Jahre )erhalten. Sie lebt alleine, 38 Kilometer von meinem Wohnort entfernt und hat sich in den letzten 4/5 Monaten total verändert. Sie hat alle sozialen Kontakte abgebrochen und ging nicht mehr aus dem Haus, sich gesellschaftlichen Ereignissen geschickt verbal entzogen, immer nur von ihrer Kinderzeit berichtet und sich ständig wiederholt. In den letzten Wochen lag sie meistens im Bett,achtete nicht mehr auf Körperpflege,aß und trank kaum und entwickelte einen ständigen Heisshunger auf Süßes.Außerdem war sie extrem desorientiert und meinte jeden Tag (..habe heute einen schlechten Tag..).Meine Sorge als Tochter war verständlicherweise groß, doch sie ließ sich nur nach sehr langer Zeit zu einem Hausarzt und anschließendem Neurologenbesuch überreden,was aber keine Diagnose brachte.Also habe ich sie dann als Notfall in ein Krankenhaus gebracht, in dem nun heute die Diagnose gestellt wurde. Leider ist die innere Station und das Krankenhaus diagnostisch nicht in der Lage, sie nun zu therapieren und wollen sie morgen entlassen! Meine Mutter ist zurzeit äußerst aggessiv und unruhig, relativ schwach und überhaupt nicht in der Lage sich anzuziehen...!Ich bin ganztags berufstätig(Förderschule mit geistig Behinderten), mit umfangreicher Arbeit auch im häuslichen Bereich und einem Partner, der mich in keinster Weise stützt. Außerdem besitze ich keinen Führerschein und bin auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen.Nun soll meine Mutter entlassen werden und ich weiß nicht weiter, da sie überhaupt noch keine Medikamente bekommt.Sie kann auch nicht in ihre Wohnung zurück,da legt sie sich wieder den ganzen Tag ins Bett und isst und trinkt nichts.Ich kann sie auch nicht zu uns nehmen, da den ganzen Tag keiner zuhause ist und die vielen schmalen und steilen Treppen im Haus für sie immer schon gefährliche Barrieren waren.Nun habe ich mit dem Sozialdienst des Krankenhauses versucht Kontakt aufzunehmen, doch leider ist der zuständige Herr zurzeit nicht da.Ich bin die einzigste Bezugsperson für meine Mutter und habe keinerlei Hilfe und Unterstützung!Bin im letzte halben Jahr mehrmals in der Woche vom Arbeitsplatz zur Mutter,für sie kochen (meist für Mülleimer) waschen, putzen und einkaufen und meinen Haushalt (mit vielen Tieren)versorgen..Seit langer Zeit kann ich nicht mehr schlafen und grüble nachts herum und muss am nächsten Tag gute Nerven für meine Schüler haben.Wo bekommt meine Mutter ihre Therapie? Wo kann/muss ich sie unterbringen? Eigene Wohnung oder Betreute Wohnen oder Altenheim? Wie lebt man mit dem Wissen/Gewissen die eigene Mutter nicht selbst pflegen zu können? Man erkennt bestimmt meinen hohen Mitteilungsbedarf, aber ich bin wirklich total überfordert..dabei fängt es jetzt erst an!Würde mich über Antworten zu meinen Fragen sehr freuen. Vielen Dank. Gruß Elke
  • Hallo Elke, ich kenne Deine Sorgen, weil ich mit meiner Mutter in einer ähnlichen Situation war. Vor allen Dingen halte ich es für ganz wichtig, daß Du Dir keine Vorwürfe machen darfst, daß Du für Deine Mutter keine Rundum-Versorgung selber bewerkstelligen kannst. Wenn Sie aus dem Krankenhaus entlassen wird, dann gbt es vielleicht die Möglichkeit in einem Pflegeheim Deine Mutter in die Kurzzeitpflege unterzubringen, damit Du zunächst einmal ein wenig Luft bekommst. Außer dem Sozialdienst im Krankenhaus gibt es evtl. auch einen Sozialdienst von der Stadt- oder Gemeindeverwaltung. Wo ist in Deiner Umgebenung die nächste Angehörigengruppe der Alzheimergesellschaft; gibt es von den Kirchen einen sozialen Dienst? Sprich mit dem nächstgelegenen Alten- bzw. Pflegeheim, auch dort bekommst Du Beratung. Ich hoffe, das hilft ein wenig. Gruss Doris
  • Liebe Dorle, vielen Dank für Deine aufbauenden Worte und Tipps!!Ich habe auch Hilfe vom Sozialdienst des Krankenhauses erhalten und einige nötigen Schritte schon eingeleitet.Am Montag kommt schon der medizinische Dienst um meine Mutter zu beurteilen und der Antrag an das Amtsgericht ist auch gestellt. Meine Mutter ist nun seit Mittwoch bei mir! Nach dem Absetzen von den im Krankenhaus verordneten Atosil-Tropfen ist sie relativ geistig fit und wird nur am Abend etwas verwirrter und unruhiger. Bis jetzt konnte ich sie noch beruhigen.Natürlich ist es eine Rundum-Versorgung und heute ist es erst der 4. Tag.Wie es weiter gehen soll, weiss ich noch nicht! Will es aber versuchen, sie zu pflegen! Aber schwierig wird es, ihr genügend Ansprache und Unterhaltung zu bieten. Das müsste ich noch regeln. Was ich einfach nicht verstehe, ist ihr extrem schlechter körperlicher Zustand. Sie möchte am liebsten im Bett liegen oder nur sitzen..und ist recht kraftlos. Eine Therapie hat noch nicht stattgefunden, da die MRT noch durchgeführt werden muss. Dorle, möchte nicht zu unsensibel sein und antworte nicht, wenn es Dir schadet! Wie hast Du das mit Deiner Mutter gehändelt? Liebe Grüße Elke
  • Hallo Elke, hatte für meine Mutter über die Sozialstation eine Hilfe, die 3 x die Woche zu ihr kam und nach dem Rechten schaute, Tabletten zuteilte, beim Duschen half. Außerdem hatte meine Mutter sehr nette Nachbarn, die beim Einkaufen und anderen Dingen im Haushalt halfen. Außerdem bekam sie Essen auf Rädern. Ich muss dazu sagen, daß ich in Süddeutschland wohne und meine Mutter im Ruhrgebiet wohnte. Ich war auf fremde Hilfe angewiesen, da meine Mutter ihr Zuhause nicht verlassen wollte. Das ging auch alles so eingermaßen. Meine Mutter war auch noch nicht in einem so "bettlägerigem" Zustand wie Deine Mutter. Mit den beschriebenen Hilfen konnte sie noch allein leben. Bank und Behördendinge habe ich für Sie erledigt, dank e-mail und Online-Banking. Wichtig war, daß ich für meine Mutter eine Generalvollmacht hatte. Wenn es irgend möglich ist, solltest Du das mit Deiner Mutter mit einem Notar regeln, es hilft ungeheuer. Alles Gute und viele Grüße Doris. Antworte gerne wieder
  • Hallo Doris, meine Mutter liegt so lange im Bett, bis ich komme. Egal wann ich auch von der Schule komme ( auch um 16 Uhr ), ich muss sie dann erst motivieren sich zu waschen und anzuziehen. Essen tut sie natürlich bis dahin auch nicht. Ich habe vorher alles vorbereitet und auch aufgeschrieben aber es nutzt nichts.Nun wird hoffentlich der Pflegedienst aktiv, mal sehen ob es klappt.Meine Mutter könnte aktiver sein, doch ich habe den Eindruck sie ist depressiv.Es findet auch noch keine Antidemenz-Therapie statt.Von der Generalvollmacht habe ich nun auch erfahren, aber ich bin dem Rat der Sozialstation gefolgt und habe einen Antrag an das Amtsgericht gestellt.Nach 3 Anläufen kann ich nun diese Mail beeenden ( abends wird meine Mutter äußerst unruhig,hat Angst und will mich ständig um sich haben )!Weiß nicht,wie ich ALLES bewältigen kann. Doris, ich bedanke mich für deine Mühe mir zu antworten. Fühle mich wie auf der "Freudschen Couch" und hoffe, dass ich Dich nicht belaste. Gruß ELKE
  • Hallo Elke, wie geht es Dir? Ich musste gerade an Dich denken, weil zu dieser Jahreszeit meine Mutter immer bei uns war und wie anders jetzt plötzlich diese Weihnachtszeit für mich ist. Ich würde mich freuen, wieder von Dir zu hören und nehme gerne Anteil an Deinen Sorgen. Es ist für mich keine Belastung. Ich bin sehr dankbar, daß meine Mutter ihre Krankheit nicht bis in die letzte Phase erleben musste und bin deshalb gerne bereit, meine bis dahin gemachten Erfahrungen an Dich oder andere Menschen weiterzugeben oder einfach nur zuzuhören. Ich wünsche Dir und Deiner Familie ein gesegnetes Weihnachtsfest. Viele Grüße Doris
  • Hallo Doris,vielen Dank für Deine lieben Weihnachtsgrüße und Dein Interesse an meinen Sorgen.Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat sich hier im Zusammenleben mit meiner Mutter fast alles normalisiert.Der Zustand meiner Mutter hat sich physisch und auch psychisch stabilisiert, ausgenommen einiger eigentlich nicht erwähnenswerter Situationen!Sie benötigt zwar Hilfen in der Medikamenteneinnahme, beim Duschen und der Essensversorgung ( wenig Appetit )ist aber wieder an Allem interessiert.So äußert sie nun häufig den Wunsch, wieder in ihre Wohnung zurück zu kehren.Ich akzeptiere ihren Wunsch und so werden wir mit Hilfe des Med.Dienstes und Essen auf Rädern es versuchen.Für mich wird ihre Versorgung natürlich schwieriger, da ich hier vor Ort schneller unterstützend eingreifen kann..Bei meiner Mutter wurde eine Demenz -Erkrankung mit Verdacht auf Morbus Alzheimer diagnostiziert, doch der behandelnde Neurologe hat, trotz meines Drängen auf Therapie, noch keine Antidemenzia verschrieben!! Er möchte erst eine Lumbalpunktion zur differenzierten Diagnostik durchführen, was ich jedoch ablehnen werde! Habe leider erst einen Termin zum 18.01.06 bei ihm bekommen.Da ich den Eindruck habe, dass meine Mutter erst am Anfang ihrer Krankheit steht, wäre es doch äußerst sinnvoll so schnell wie möglich zu therapieren, oder??? Liebe Doris, wünsche Dir von Herzen ein friedliches und gesundes Jahr 2006! Liebe Grüße Elke
  • Aufgrund vieler Anzeichen im letzten Jahr hat meine Großmutter (77 J) im November 2005 zugestimmt sich Untersuchen zu lassen. Leider wurde uns danach dann bestätigt,daß sie an Alzheimer (im Anfangsstadium) leidet. Wir waren beim Neurologen, es wurde ein MRT und verschiedene Tests gemacht.Im Anschluss wurde ihr dann ein leichtes Antidepressiva verschrieben,sowie Exelon, was nun langsam gesteigert wird (in der Dosierung). Meine Großmutter lebt alleine. Bekommt paarmal pro Woche Essen durch den Mahlzeitendienst (was sie zum Glück sehr gut annimmt) und den Rest der Woche versorge ich sie mit Essen. Ich wohne im Nachbarort. Sonst haben wir keine Familie. Mich beschäftigt nun die Frage, wielange kann man sie noch alleine leben lassen. Nach meiner Meinung ist es zur Zeit noch gut zu verantworten.Wie gesagt das mit dem Essen ist geregelt, Einkäufe bringe ich ihr , Ihre Rente bringe ich ihr auch vorbei, erledige ihre Überweisungen etc. Termine schreibe ich ihr in einen Kalender, das klappt meistens auch sehr gut, manchmal halt nicht. Ich erinnere sie halt an alles und fahre sie wenn ich es beruflich kann. Mein Chef ist da sehr kulant. Ihre Medikamente fülle ich auf und kontrolliere jeden Tag oder max 2.Tag ob sie sie auch nimmt. das klappt ganu gut mit den Pillendosen. Sie geht gern spazieren. An manchen Tagen wäscht sie auf der Hand , da sie denkt die Waschmaschine ist defekt, einen Tage später benutzt sie die Maschine ganz normal . Ich habe ihr jetzt angeboten für sie zu waschen (sage natürlich das ich sonst meine Maschinen nicht voll bekomme , um ihr ein gutes Gefühl zu geben ) Als Gegenzug will sie unbedingt für mich bügeln, was natürlich nervig ist,denn ich habe oft keine Lust die Wäsche hin und her zu fahren, tue es aber ihr zuliebe,weil sie nicht so nutzlos sein will und ich froh bin das sie da noch Aktivitäten zeigt. Mit der Wohnung helfe ich ihr,aber die kann sie eigentl. noch sehr gut sauber halten. Aber an wann muss ich aufpassen ? Wielange kann sie noch alleine leben ? Ich denke all dies ist noch nicht schlimm,also sie ist wohl nach meiner Meinung noch sehr amAnfang. Im Moment geht es Hauptsächlich ums Essen, Termine etc und klar an manchen Tagen ruft sie mich bis zu 5-6 x an und fragt ob wir verabredet sind oder ob ich weiss ob sie was vor hat.
  • Meine Mutter ist mit 79 Jahren vorgestern in die Klinik gekommen. Sie konnte nicht mehr sprechen. Ich habe dann sofort die Feuerwehr geholt. Ich dachte sie hat einen Apoplex. Jetzt ist die Diagnoese Demenz. Die Krankheit kündigte sich langsam an. Vor 2 Jahren war ich schon mal mit ihr beim Neurologen doch der dianostizierte nur eine Alters depression. Jetzt kann sie plötzlich keine Sätze mehr zu Ende sprechen. Im Krankenhaus fragten sie schon wer der Pflegedienst von meiner Mutter wäre. Aber wir haben noch keinen. Sie will keinen fremden Leute in ihrer Wohnung. Ich kann die Wohnung sauber halten aber ich habe auch eine Familie und so langsam zehrt es an meinen Nerven. Die Gespräche werden immer schwieriger. Sie ist auch genervt wenn ich bei ihr saube mache dabei war meine Mutter mal eine ganz saubere Frau. Aber sie sieht das alles nicht mehr. Mit der Inkontinenz wird es auch immer schlimmer. Ich weiss nicht wie ich damit umgehen soll Ich werde und will meine Mutter nicht in meine Wohnung holen. Die Frage ist bin ich eine schlechte Tochter. Ich wohne in Berlin und suche Betroffene mit denen ich mich austauschen kann.
  • hallo erstmal, also meine mutter ist seit 2 jahren an demenz erkrankt. die diagnose kam erst vor drei monaten. jetzt wohnt sie in einer betreuten wg.leider komme ich damit nicht so zurecht, da ich erst 19 Jahre alt bin und keinerlei erfahrung mit dieser krankheit habe. ich habe noch einen kleinen bruder der das ganze überhaupt nicht versteht. deshalb würde ich mich über ein paar tipps sehr freuen um mir den umgang mit meiner mutter zu erleichtern...
  • Hallo Betty,
    auch bei meiner Mutter wurde erst vor 2 Monaten Demenz diagnostiziert. Ich ich habe sie gemeinsam mit meiner Frau in eine neurologische Klinik ( später Verlegung Psychatrie ) gebracht, da sie eines abends völlig verwirrt und nicht mehr sprechend war.
    Mittlerweile ist sie wieder zurück und wir( meine Schwester und ich )haben eine Haushaltshilfe hinzugezogen, da wir beruflich eingespannt sind und zudem auch wir mit der Situation bei uns Zuhause überfordert sind. Auch wir möchten Sie nicht in unsere Wohnungen holen und fühlen uns mit dem Gedanken eher schlecht, aber man muß auch ein wenig Selbstschutz anlegen, da Demenzkranke die Pflegenden sehr beanspruchen und auch die eigene Familie dabei äußerst stark sein muß, um die Gesamtsituation auch über die evtl. lange Krankheitszeit übersteht
  • Liebe kathy,ich möchte Dir raten Dich im Internet ein bischen einzulesen. Zu dem Thema Demenz gibt es im Internet viel Informationsmaterial. Dann kannst Du ein bischen besser damit umgehen und Deinem Bruder es besser erklären. Ihr seit noch so jung da ist die Sache besonders tragisch. Wie alt ist denn Deine Mutti? Ich wünsche Dir viel Kraft für die nächste Zeit. Melde dich wieder.
  • Hallo broesel, wir hatten uns ja schon vorher versucht darauf einzustellen weil es sich anbahnte aber als es jetzt so schlimm mit einem mal wurde sind wir doch geschockt. Ich habe keine Mutter mehr sondern ein kleines manchmal bockiges Kind. Jeder Tag ist anders. Sie liegt noch in der Klinik und wir gehen morgen zum Sozialen Dienst um einen Antrag auf Häusliche Pflege zu stellen. Aber über lange sicht wird sie in ein Heim müssen. Durch die Medikamente die sie jetzt bekommt ist es ein wenig besser geworden, manchmal.Ich habe ihr gesagt das sie wegen ihrem Blutdruck und Durchblutungsstörungen im Krankenhaus ist was ja auch stimmt, wegen Demenz sagen wir nicht , es würde ihr nicht helfen oder ihre Depressionen noch verstärken. Denn manchmal versteht sie wieder sehr viel. Gruß betty
  • Hallo Betty,
    jeder Tag ist anders ! Das kann ich auch nur bestätigen. Wie bei Dir gibt es gute und schlechte Tage. Man kann sich nie auf eine stabile Situtation einstellen. Die Medikamente helfen zwar recht gut, aber wir bekommen unsere Mutter von früher leider nicht wieder.
    Ich hatte schon erwähnt, dass wir eine Haushälterin haben, die die Last von Tätigkeiten im Haus und Garten von unserer Mutter nimmt.
    Leider ist sie aber immer auf dem Rückzug und hat überhaupt keine Interessen mehr, außer Spazierengehen.
    Wir haben nächste Woche den medizinischen Dienst zur Beurteilung einer möglichen Pflegestufe im Haus. Ich hoffe es klappt zumindest für Stufe 1, was uns dann auch für spätere Entscheidungen finanziell entgegenkommen würde.
    Mal schauen, wie es weitergeht. Jeder Tag etwas Neues.
    Gruß
  • Hallo Leidensgenossen,
    auch wir haben gestern die erschütternde Nachricht bekommen, dass unsere Oma auch Alzheimer hat... Kurz zur Vorgeschichte: Nachdem der Opa meines Zukünftigen verstorben ist, haben wir das Haus renoviert und sind zur Oma gezogen, da sie nicht alleine Leben wollte. Natürlich haben wir ihr den Wunsch erfüllt und es geht seit fast 2 Jahren relativ gut, nur ist uns aufgefallen, dass es jedes Monat mit ihrem Gedächtnis und ihrer Verwirrtheit schlechter geworden ist. Nun ist es sicher, sie hat Alzheimer, aber sie versteht wohl nicht ganz, was das bedeutet. Gestern habe ich ihr das Versprechen abgenommen, dass wenn sie sich zum ersten Mal verläuft, sie nicht mehr alleine auf die Strasse gehen darf. Unser Hausarzt hat uns gleich EXELON Pflaster mit gegeben... Ich hoffe wirklich, dass ich es mir schlimmer vorstelle, als es ist. Kann mir jemand beantworten wie schnell sich diese Krankheit entwickelt und wie schnell es wirklich geht, bis sie nicht mehr alleine bleiben kann und rund um die Uhr versorgt werden muss? Ich gehe noch mindestens 1 Jahr auf die Schule...
  • Hallo Susi,

    wie ich lese - warst du beim Arzt - ein Neurologe oder Hausarzt.
    Wenn nicht Neurologe solltest du das unbedingt tun. Der kann dir dann auch wichtige Tipps geben was zu tun ist.
    Ich bin der Meinung - jeder Alzheimer Erkrankte hat ähnliche Symthome aber immer andere Auswirkungen und jeder Erkrankte anders reagiert.
    Versprechen abringen ist toll - nur ist die Frage wird sich der Erkrankte erinnern.
    Wichtig für Dich versuche dich in den Erkrankten hineinzuversetzten - es gibt ein paar ganz gute Bücher - Verhaltensregeln und so weiter. Die helfen - und hier kannst Du viel Fragen und viel Erfahren - wenn Du die unterschiedlichen Kapitel ließt. Dieses Forum hat mir sehr geholfen in vielen Situationen.
    Ich betreue meinen Vater seit September 2007 September! Ich habe eine sehr anstrengende Zeit aber auch eine sehr schöne Zeit mit meinem Vater erlebt. Der Hausarzt ist der meinung er hat die Erkrankung bei meinem Vater schon 2000 festgestellt - aber nichts unternommen - mir ist es wirklich erst nach dem tod meiner Mutter aufgefallen.
    Ich wünsche Dir viel Kraft!

    Alles Gute

    Susanne
  • Hallo Susanne,
    danke für deine lieben Zeilen. Ich habe heute einen Termin bei unserem Hausarzt und danach werde ich deinen Rat befolgen und einen Termin beim Neurologen ausmachen. Seit Freitag klebe ich ihr diese Pflaster auf den Rücken und sie ist sehr begeistert davon, weil sie sagt, dass es ihr sehr hilft, weil ihr jetzt die Beine nicht mehr schmerzen... Gestern haben mein Freund und ich darüber geredet, wie es weitergehen wird. Es ist schon schlimm für ihn, weil er seiner Oma beim Verfall zusehen muss, aber er ist der Meinung, dass er daheim bleiben sollte, wenn es nicht mehr geht. Ich glaube jedoch nicht, dass ein Mann so gut damit umgehen kann wie eine Frau. Was meinst du dazu?
    Noch mal ein Dankeschön..
    Liebe Grüsse
    Susi
  • Hallo Susi,

    das ist eine schwierige Sache. Ich habe bei meinem Vater auch Schritt für Schritt gehen müssen. Es gibt ganz gute Lektüre um mit den Situationen besser umgehen zu können.
    Es ist schlimm zu sehen - aber es gibt ein ganz gutes Rezept - entdeckt den Menschen neu - gestattet ihm die Vergesslichkeit -nehmt euch Zeit die Situationen einzuschätzen und diese zu meistern. Ihr seid zu zweit helft Euch gegenseitig. Mein Lebensgefährte hat sich auch sehr gut in die Situation eingearbeitet - er kann das auch gut. Ihr müßt entscheiden wer die größere Bezugsperson ist.
    Noch ein Tip! Denkt darüber nach - ob ihr jemanden externen holt eine Betreuung rund um die Uhr - die Euch unterstützt und ihr auch euer leben noch leben könnt.
    Wir pflegen zwar immer nur am Wochenende - jetzt habe ich eine Betreuung für meinen Vater rund un die Uhr - es funktioniert super.
    Es geht auf legalem Weg!
    Ist eben eine Frage der Kosten.
    Lebt ihr eher ländlich oder in der Stadt.
    Es gibt viele Möglichkeiten - wenn Ihr Fragen habt stellt sie ich helfe Euch gerne wenn ich kann.

    Viel Kraft

    Susanne
  • Hallo Susi,
    meine alhzeimerkranke Mutter ist zwar schon seit 4 Jahren tot, aber ich möchte dich doch auf ein paar ganz wichtige Dinge hinweisen.

    Es gibt sicherlich in deinem Ort/Stadt eine Kirchengemeide oder eine städtische Einrichtung für Betroffene von Alzheimerkranken. Ich habe über eine kirchliche Stelle eine Frau gefunden, die meine Mutter zumindest zeitweise betreute als es noch nicht so schlimm war. Nutze die Möglichkeiten in deiner Stadt/Gemeinde bzw.bei kirchlichen oder sozialen Instutionen. Das ist ganz wichtig. Vor allen Dingen glaube nicht, dass man das so einfach alleine schafft. Wende dich an Menschen, die damitn Erfahrung haben. Der Besuch bei einem Neurologen ist Pflicht!! Wenn du und dein Freund berufstätig oder in der Ausbildung seid, geht es nicht ohne fremde Hilfe. Da solltest du zuerst nach suchen. Außerdem ist der Kontakt zu einem Notar wichtig, damit derjenige, der der Oma am Nächstren steht eine Verfügungsgewalt hat, das heisst, das er oder sie bestimmen kann, wo die Oma im schlimmsten Fall lebt. Falls ihr das nicht regelt, geht es über einen behördlichen Vormund. Ich habe meiner Mutter das so erklärt, dass ich die Aufenthaltsbestimmung haben muss, falls sie mal einen Unfall hat oder so - von Alzheimer war da nicht die Rede - und das hat sie dann auch akzeptiert, hatte aber immer die Angst der Entmündigung - da muss man sehr vorsichtig sein. Falls du noch Fragen hast, bitte schreib sie. Ich will versuchen zu helfen.

    Viele Grüße
    Doris
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