Überfordert

Hallo.

Die einen oder anderen werden mich noch kennen. Ich bin die inzwischen 41 jährige mit 3 Kindern, 8-7-4, einem Mann und einer demenzkranken 77 jährigen Mutter.

Inzwischen bekommt sie morgens und abends Medikamentengabe. Die Tagespflege holt sie von 08.30 bis 16.30 Uhr ab und alle 2 Wochen kommt die Haushaltshilfe bzw. Entlastungshilfe. Der Herd ist nun vollständig bei ihr abgestellt.

Trotz allem geht sie abends noch los und "muss" einkaufen. Wenn nicht einkaufen, dann "muss" sie zu uns. Sie ist nicht ausgepowert genug. Oder sie ist vielleicht rastlos und kann einfach nicht sitzen. Anstelle mal bisschen zu putzen oder fehrzusehen, geht sie immer los.

Zu meinen Nichten führe ich keinen Kontakt mehr. Wenn es was zu regeln gibt, läuft es über meinen Mann. Die leibliche Enkelin wusste bis dato nicht, dass Oma seit Pfingsten 5 mal zur Tagespflege geholt wird. Sie führen ihr tolles Leben. Schlechtes Gewissen Fehlanzeige.

Ich muss für alle es passend machen. So das alles läuft und funktioniert. Aber keiner will sich verbiegen, wenn ich Unterstützung brauche.

Was mich gerade mega wieder ärgert ist, dass alles auf uns lastet. Dann ziehe ich über die Nichten 25 und 31 Jahre her, dass keiner sich interessiert. Der Sohn meiner Mutter, meinen 14 Jahre älterer Halbruder interessiert es nicht die Bohne. Und das schlimmste für mich ist, dass mein Mann es nicht verstehen kann. Er macht mich nieder. Ich bin ihm anstrengend. Habe vor allem Angst und nerve nur. Verständnis ist keins da.

Ich kann nicht mehr und bin nur noch todunglücklich. Ich habe Ohrensausen, Blutdruck und Herzstolpern bekommen. Das sollte ich unbedingt abklären. Habe davor mega Angst. Ich habe Angst stark krank zu werden und mich nicht mehr um meine Kinder kümmern zukönnen.

Ich habe die Betreuungsbehörde eingeschaltet und die war letzte Woche auch da. Das einzige was ich brauche ist die Entscheidung wie es für meine Mutter weitergeht. Das jemand es festlegt, nicht ich. Denn meine Mutter denkt tatsächlich sie kann alles selbst. Selbst ihr Arzt will nicht, dass sie noch ohne Begleitung kommt.

Ich hatte mal vor Pfingsten eine Stunden Pflege pro Tag organisiert. Das hat meine Mutter abgelehnt. 24/7 war eine Frau da. Das hat sie abgelehnt. Sie hat mich geschlagen, beschimpft und sich auf den Boden gesetzt.

Die Abschaltung von Herd war hart. Stündlich hat sie Terror gemacht. Bis sie nach Woche gemerkt hat, dass der ausbleibt. Medikamentengabe konnte sie nicht annehmen. Anfangs haben wir die Medikamente verschlossen. Sie wollte den Schrank zertrümmern. Bis die Station es zu sich genommen hat. Sie hat die Mitarbeiterinnen beschimpft.

Ich halte die last nicht aus. Meine Kinder sind auch anstrengend. Sie brauchen Hilfe mit den Hausaufgaben. Essen auf dem Tisch. Wäsche muss für alle gerichtet sein. Mein Sohn sollte im Dezember zum einschultest. Aber er kann den Stift nicht richtig halten, nicht schneiden und nicht fahrrad. Ich habe zum einen wenig Zeit und zum anderen lehnt er auch ab. Zum Beispiel das Fahrrad.

Auf der Arbeit läuft es auch nicht so rund.

Danke für das Lesen. Ich musste es mal los werden.

Sitze auf dem Sofa und atme einfach.

Anmelden oder Registrieren, um zu kommentieren.