Alzheimer-Demenz mit 55 Jahren / Beginnende Demenz
Hallo zusammen,
mein Name ist Lena, ich bin 30 Jahre alt, und meine Mama hat vor einem halben Jahr – mit gerade einmal 55 Jahren – die Diagnose Alzheimer-Demenz erhalten.
Der Schock sitzt noch immer tief, und die vergangenen Monate waren sehr intensiv, emotional und fordernd. Was mir dabei besonders aufgefallen ist: Es gibt nur sehr wenige spezifische Angebote oder Anlaufstellen für Menschen, die in so jungen Jahren erkranken – und ebenso wenig Austauschmöglichkeiten für Angehörige in ähnlicher Situation.
Auch meinem Vater (59 Jahre und voll berufstätig) würde der Austausch gut tun. Deshalb würde ich mich sehr freuen, hier andere Betroffene oder Angehörige kennenzulernen – besonders aus dem Raum Frankfurt und Umgebung. Vielleicht gibt es ja Menschen, die Ähnliches erleben, Erfahrungen teilen oder sich sogar mal persönlich austauschen möchten.
Ich freue mich auf eure Nachrichten und den Austausch hier im Forum.
Herzliche Grüße, Lena.
Kommentare
Hallo liebe Lena,
mein Name ist Claudia, ich bin 45 Jahre alt und lebe mit meinem Mann (59) und unserem 15-jährigen Sohn zusammen.
Vor etwa einem Vierteljahr haben wir die Diagnose Alzheimer für meinen Mann erhalten – ein Schock, der unser ganzes Leben verändert hat. Obwohl es bereits vorher Anzeichen gab, war es dennoch etwas, auf das man sich emotional einfach nicht vorbereiten kann.
Die Erkrankung in so jungem Alter trifft uns als Familie besonders hart – vor allem, weil unser Sohn noch mitten in seiner Jugend steckt und wir als Paar eigentlich noch Pläne für ein gemeinsames, aktives Leben hatten. Jetzt stehen wir plötzlich vor Herausforderungen, die unser Alltag allein kaum noch auffangen kann.
Ich suche den Austausch mit Menschen, die Ähnliches erleben – vielleicht auch mit einem Partner oder einer Partnerin, der oder die ebenfalls noch vergleichsweise jung ist. Ich wünsche mir ehrliche Gespräche, gegenseitiges Verständnis, vielleicht auch mal ein kleines Durchatmen im Wissen: „Ich bin nicht allein.“
Wir wohnen ebenfalls in Frankfurt.
Ich würde mich freuen von Dir zu hören.
Herzliche Grüße
Claudia
Liebe Claudia,
vielen Dank für deine Nachricht – ich habe mich sehr darüber gefreut! Es tut gut zu merken, dass wir nicht allein sind mit all dem. Da es kaum Angebote für jung erkrankte Menschen gibt, hat man manchmal das Gefühl, es ist sonst niemand betroffen…
Ich hoffe daher sehr, dass wir uns im Austausch Kraft geben können – und vielleicht gemeinsam noch mehr Menschen treffen, die Ähnliches durchmachen. Verbündete, die einander verstehen und stützen.
Ich freue mich auf den Kontakt mit dir!
Herzliche Grüße, Lena.
Liebe Lena,
vielen lieben Dank für deine schöne Nachricht – ich habe mich sehr darüber gefreut! Es tut wirklich gut zu spüren, dass man nicht allein ist mit all dem. Ich empfinde es ganz ähnlich wie du: Die Unterstützung und die Angebote für Menschen, die in einem vergleichsweise jungen Alter mit dieser Erkrankung konfrontiert sind – sei es direkt oder als Angehörige – sind wirklich kaum vorhanden. Man hat oft das Gefühl, durch ein Raster zu fallen.
Ich komme übrigens aus Frankfurt – Niederrad vielleicht ja ganz in deiner Nähe? Es wäre schön zu wissen, woher du kommst. Und wenn du magst, könnten wir ja vielleicht sogar mal überlegen, uns in einem kleinen Kreis (und vielleicht noch anderen, die betroffen sind) persönlich zu treffen. Einfach ganz zwanglos – zum Reden, Austauschen, gegenseitig Kraft geben.
Ich freue mich sehr auf den weiteren Kontakt mit dir!
Herzliche Grüße
Claudia
Liebe Claudia,
ich selbst wohne mittlerweile in Riedstadt – das ist mit dem Auto ca. 40 min. von Frankfurt entfernt. Für ein persönliches Treffen absolut machbar.
Meine Eltern haben bislang noch nicht offen mit ihrem Freundes- und Bekanntenkreis über die Erkrankung gesprochen. Deshalb kann ich aus Rücksicht auf ihre Persönlichkeitsrechte in einem öffentlichen Forum keine genaueren Angaben zu ihrem Wohnort machen.
Ich wurde allerdings inzwischen von der Alzheimer Gesellschaft kontaktiert, da unser Schriftwechsel hier gesehen wurde. Ich werde dir über diesen Weg meine Kontaktdaten zukommen lassen, sodass wir uns gerne außerhalb des öffentlichen Forums miteinander Austauschen können.
Ich würde mich auch sehr freuen, wenn sich noch weitere Menschen – ob Angehörige oder Betroffene – trauen, sich hier im Chat zu melden. Vielleicht entsteht so die Möglichkeit, dass wir eine kleine Gruppe werden. Wichtig ist mir aber zu betonen: Es soll keine „Selbsthilfegruppe“ entstehen in der wir uns dann alle gegenseitig bemitleiden.
Mir geht es vielmehr darum, dass wir uns gemeinsam der Herausforderung stellen, die diese Krankheit mit sich bringt – und versuchen, die kommenden Jahre so schön wie möglich zu gestalten. Dass wir uns gegenseitig Mut machen, ein Stück Normalität bewahren und uns Kraft geben, statt uns runterzuziehen – das ist mir besonders wichtig.
Ich möchte dabei auch ganz offen sagen: Ich bin selbst „nur“ Angehörige und habe keinerlei Ausbildung oder Schulung im Umgang mit der Krankheit oder betroffenen Personen. Ich habe mir im letzten halben Jahr einiges an Wissen angeeignet, aber ich bin kein Fachpersonal. Mir geht es wirklich einfach nur um den Austausch – ehrlich, offen, menschlich.
Ich freue mich sehr auf den weiteren Kontakt mit dir und allen anderen, die sich vielleicht noch anschließen wollen.
PS: auch die Städte Darmstadt und Mainz sind nicht weit entfernt.
Herzliche Grüße, Lena.
Liebe Lena,
vielen Dank für deine lieben Zeilen. Es tut gut, zu wissen, dass da jemand ist, der ähnliche Erfahrungen macht und mit dem man sich offen austauschen kann. Auch bei uns wissen bislang nur sehr wenige enge Verwandte und vertraute Freunde von der Diagnose – wir gehen damit ebenfalls noch sehr behutsam um, auch aus Rücksicht auf meinen Mann und sein Bedürfnis nach Würde und Schutz.
Gerade deshalb finde ich den Gedanken, ein persönliches Treffen ins Leben zu rufen, sehr wertvoll. Vielleicht kann sich daraus ja etwas entwickeln, was uns allen Kraft gibt – kein Ort zum gegenseitigen Bemitleiden, sondern ein Raum, in dem wir uns auf Augenhöhe begegnen, einander stärken und auch Hoffnung teilen können.
Deine Haltung, dass es nicht um eine klassische „Selbsthilfegruppe“ geht, sondern um eine Gemeinschaft, in der man sich gegenseitig Halt gibt, gefällt mir. Genau so wünsche ich mir das auch. Vielleicht könnten wir gemeinsam diesen kleinen Anfang machen – offen, ehrlich und mit dem Wunsch, diese schwere Zeit mit ein wenig mehr Licht zu füllen.
Ich freue mich sehr, dass wir in Kontakt gekommen sind.
Liebe Grüße
Claudia
Liebe Claudia,
ich freue mich auch sehr, dass wir uns über diese Plattform gefunden haben.
Frau Susanna Saxl-Reisen von der Alzheimer Gesellschaft wird dir meine private E-Mail-Adresse zusenden. Melde dich dann gerne bei mir, sobald du sie hast. Über diesen Weg können wir dann Nummern austauschen und alles Weitere besprechen.
Ich freue mich sehr auf das Gespräch mit dir und natürlich deinem Mann und Sohn.
Ich selbst bin übrigens auch verheiratet und habe einen 4 jährigen Sohn, der seine erkrankte Oma (und Opa natürlich auch) über alles liebt, mit dem wir versuchen ganz offen darüber zu sprechen.
Liebe Grüße, Lena.
Liebe Lena,
Ich freue mich über den Austausch mit dir, falls noch mehr Menschen sich angesprochen fühlen würde ich mich ebenfalls freuen.
Dann warte ich auf die Nachricht und melde mich dann privat bei dir .
Habt einen schönen Tag.
Liebe Grüße
Claudia
Liebe Claudia,
perfekt, euch auch noch einen schönen Tag.
Liebe Grüße, Lena.
Hallo, mein Mann hat die Diagnose Alzheimer mit 62 bekommen. Es gab allerdings schon Aussetzer mit 58. Er wurde damals berentet. Ich habe zum Glück Kinder die schon erwachsen sind. Zwei davon sind allerdings behindert. Aber sie leben ihr Leben.Ich selbst habe meine Berufstätigkeit inzwischen reduziert, weil ich of am Limit bin. Aber , wie ihr schon schreibt, die Diagnose und das Fortschreiten der Erkrankung verändert alles. Ich habe das Gefühl, ich lebe auf einer Eisdecke, die immer wieder einbricht (Ablehnen der Pflege, Polizeieinsätze wegen irgendwo hinlaufen) und mich im Vorwärtsgehen (im Pläne machen) hemmt.
Hallo ich habe die Ergebnisse der Lumbalpunktion bekommen sie zeigen offensichtlich beginnde Demenz. Riesen-Schock. Das EEG und das MRT waren unauffällig. Zeige auch keine Symptome oder sehr wenige das sie keiner merkt. Was jetzt ich soll gegebenfalls auf Medikamente eingestellt werden mehr steht nicht im Brief. Bin dann damit zum Hausarzt der hat mich zum Neurologen überweisen.
Habe große Angst , bin erst Anfang fünfzig
Hallo Stefan,
es tut mir leid, eine solche Diagnose ist schockierend. Wichtig zu wissen ist einerseits, dass die Krankheit meist nur langsam fortschreitet, zunächst muss sich also nichts ändern. Außer Medikamenten ist der Lebensstil sehr wichtig für einen möglichst langsamen Verlauf: Versuchen Sie, körperlich und geistig aktiv zu bleiben und vor allem sich nicht zurückzuziehen, sondern weiter im Kontakt mit Ihren Freunden und Ihrer Familie zu bleiben. Außerdem ist eine gesunde Ernährung und der Verzicht auf Rauchen und Alkohol wichtig.
Leider haben Ärzte in der Regel wenig Zeit, um zu beraten. Schauen Sie deshalb, wo Sie eine Beratung bekommen - möglichst eine Stelle, die Sie auch in Zukunft begleiten kann. In manchen Regionen gibt es spezielle Angebote für Menschen mit beginnender Demenz und/oder jung an einer Demenz Erkrankte. Aber auch wo das nicht der Fall ist, sind die Alzheimer-Gesellschaften gute Ansprechpartner. Adressen gibt es auf unserer Webseite unter https://www.deutsche-alzheimer.de/adressen.
Sie können aber gerne auch erst einmal beim Alzheimer-Telefon anrufen, wenn Sie lieber zuerst einmal anonym mit jemandem sprechen möchten: 030 - 259 37 95 14.
Viele Grüße und alles Gute
Susanna Saxl-Reisen, DAlzG
Lieber Stefan,
schön, dass du dich auf meinen Beitrag gemeldet hast. Ich kann mir gut vorstellen, wie groß der Schock gerade für dich ist. Als meine Mutter vor ca. einem halben Jahr die Diagnose erhalten hat, waren wir auch alle erst mal ratlos und mit der Situation überfordert. Deine Angst ist absolut nachvollziehbar.
Hast du denn Menschen um dich herum, mit denen du offen sprechen kannst und die dich auf diesem Weg unterstützen? Es ist so wichtig, damit nicht allein zu bleiben. Auch dass du jetzt an einen Neurologen überwiesen wurdest, ist ein wichtiger Schritt. Gerade am Anfang der Alzheimer Erkrankung kann man noch einiges tun, um den Verlauf zumindest etwas zu verlangsamen.
Möchtest du verraten, aus welcher Gegend du kommst?
Ich wünsche dir von Herzen viel Kraft für die kommende Zeit.
Viele Grüße, Lena.
Liebe Gerhild,
es tut mir sehr leid zu lesen, dass dein Mann auch schon so früh an Alzheimer erkrankt ist.
Darf ich fragen, wie lange die Diagnose bei ihm schon her ist? Ich habe beim Lesen deiner Nachricht das Gefühl, dass er die Krankheit schon eine Weile hat und sie bei ihm schon weiter fortgeschritten ist.
Vielleicht können wir uns hier gegenseitig etwas Kraft geben und Wege finden, trotz allem immer wieder kleine schöne Momente zu entdecken… für uns selbst und für unsere Lieben.
Ich kenne deinen Mann natürlich nicht, aber ich bin mir sicher, dass er sich nur das Beste für dich wünscht und dass du auf dich selbst achtest, so gut es eben geht.
Herzliche Grüße, Lena.
Hallo, die Diagnose Alzheimer wurde vor fast 3 Jahren gestellt. Inzwischen sind wir von PG 2 zu PG 3 zu PG 4 durchmarschiert. Ich muss niemanden leid tun. Es gibt andere Krankheiten, die sind schmerzhaft, die tun weh. Meinem Mann selbst geht es gut. Ja, ich habe mir das Altwerden anders vorgestellt. Und es war jetzt schon eigenartig, zu wissen wir haben den 40. Hochzeitstag und er bekommt davon nichts mit. Und ja, ich hatte Geburtstag und er steht da, liest die Geburtstagsgrüße und versteht sie nicht. Aber daran habe ich mich gewöhnt. Mir tun unsere Kinder leid, die schon älter als du sind und mit der Erkrankung ihres Vaters nicht zurecht kommen. Sie verpassen die Liebe, die er ihnen noch geben kann. Aber ich habe die Kinder nicht bekommen, damit sie für uns da sind. Meine Idee war, sie dazu zu begleiten, ihr Leben leben zu können und das tun sie. ich bin übrigens in einer Selbsthilfegruppe hier vor Ort. Das ist kein Bemitleiden. Es ist der Ort, wo wir uns über unser manchmal chaotisches Leben austauschen können.
Liebe Gerhild,
danke für deinen Beitrag.
Für die Zukunft weiterhin viel Kraft und alles Gute.
Liebe Forumsnutzerinnen und Forumsnutzer,
da meine vorherigen Beiträge offenbar zum Teil missverständlich formuliert sind, möchte ich hiermit gerne noch einmal versuchen genauer zu erläutern, was mein Anliegen ist und wozu ich gerne aufrufen möchte:
Meine Mutter ist mit ihren 55 Jahren aktuell früh an Alzheimer erkrankt. Zusammen mit meinem Vater lebt sie etwa eine halbe Stunde Fahrzeit von der Stadt Frankfurt am Main entfernt. Leider gibt es in ihrer direkten Umgebung keine Selbsthilfegruppen oder Beratungsangebote mehr. Anlaufstellen, die es früher einmal gab, wurden abgeschafft oder haben sich mit der Zeit aufgelöst. Der direkte Kontakt zur Alzheimer Gesellschaft hat uns das bestätigt. Die wenigen Gruppen, die es ein gutes Stück weit entfernt gibt, beziehen sich meist auf Senioren oder finden unter der Woche mittags statt. Für meinen Vater, der selbst noch berufstätig ist, ist es daher nicht machbar, an den wenigen Angeboten die es überhaupt gibt, teilzunehmen.
Mir geht es auf keinen Fall darum, bestehende Selbsthilfegruppen schlechtzureden… ganz im Gegenteil: Ich halte sehr viel von dem Austausch, den solche Gruppen ermöglichen. Daher ist es ja auch mein Ziel, eine neue Gruppe ins Leben zu rufen. Eine, in der man sich gegenseitig Mut macht, sich austauscht und gemeinsam nach Lösungen sucht. Dabei soll es natürlich auch Raum geben, offen über Probleme zu sprechen. Wie sonst soll man sie gemeinsam angehen?
Wichtig ist mir eben nur, dass es nicht beim Jammern und Beklagen bleibt. Ich möchte Menschen finden und zusammen bringen, die gemeinsam aktiv werden wollen, sich gegenseitig stärken und ein Stück des Weges miteinander gehen. Das war die Intention hinter meinen Beiträgen. Keinesfalls wollte ich die wichtige Arbeit bereits bestehender Angebote oder persönliche Erfahrungen herabsetzen.
Besonders richten möchte ich mich an Angehörige und Betroffene mit Frühdemenz. Menschen, die wie meine Familie gerade noch ziemlich am Anfang dieser neuen Lebenssituation stehen und sich gerne gegenseitig unterstützen möchten.
Claudia und ich haben uns bereits telefonisch ausgetauscht und eine positive Einstellung dazu, wie wir auch in Zukunft mit den Herausforderungen umgehen möchten.
Wenn sich also noch jemand angesprochen fühlt, besonders aus dem Raum Frankfurt, Darmstadt, Mainz, Gießen oder angrenzenden Orten und Interesse an einem Austausch und regelmäßigen Treffen hat (idealerweise an Wochenenden), dann würde ich mich sehr über eine Kontaktaufnahme freuen.
Herzliche Grüße, Lena.
Hallo
meine Mutter ist ebenfalls betroffen mit Frühdemenz im Alter von 57 Jahren-suchen ebenfalls Austausch im Raum Aachen.
herzliche Grüße
Ich melde mich hier jetzt mal kurz. Ich habe inzwischen PG 5 beantragen müssen. Ja, so habe ich mir meine Leben mit einem 65-jährigen nicht vorgestellt. Ich finde Austausch immer noch wichtig. Zum Glück ist der lokale Raum im Internet ohne Bedeutung. Also freue ich mich, wenn es hier weiter geht.
Hallo J_Aachen,
fragen Sie doch auch mal bei der Alzheimer Gesellschaft StädteRegion Aachen nach. Wir hatten dort letzte Woche eine Veranstaltung zum Thema Frontotemporale Demenz und es gab einige Teilnehmende, bei denen die Erkrankten ebenfalls recht jung waren. Kontaktdaten unter https://alzheimergesellschaft-aachen.de/
Viele Grüße, Susanna Saxl-Reisen, DAlzG
Hallo, ich selbst bin 36, verheiratet, zwei Kindergartenkinder. Auch meine Mutter hat es früh erwischt. Mit Ende 50 haben wir bereits medizinisch alles abklären lassen. Zunächst hieß es anfängliche vaskuläre Demenz - das ist es nicht mehr. Sie ist mittlerweile 64 und kognitiv sind meine Kinder auf einem deutlich besseren Stand. Um ein wenig mehr zu erfahren könnt ihr auch meinen anderen Beitrag "Mutter 63 J..." lesen.
Wir kommen an unsere Grenzen. Vorallem mein Vater. Wir haben PG3 bekommen obwohl sie körperlich noch fit ist. Kognitiv ist ein Rückschritt nach dem anderen. Sie ist allerdings in ihren Augen nicht krank, wir sollen sie mit der ganzen scheixxxxxx in Ruhe lassen. Sie weiss garnicht was wir von ihr wollen. Sie ist leider gerade verbal emotional eine sehr grosse Belastung, vor allem für meinen Vater, der nur noch sehr wenig richtig machen kann. Und er macht das wirklich toll. Er hat auch Lehrgänge besucht, gibt sich größte Mühe aber die Kräfte sind langsam aufgebraucht...
Ich finde auch ein Austausch tut manchmal einfach gut. Die Krankheit wird leider im Umfeld so wenig verstanden. Meine Mutter zieht sich sozial komplett zurück. Klammert nur noch an meinen Vater. Behauptet sie kann alleine sein - ja das stimmt, bisher geht das noch. In einer Stunde kann es aber dann auch sein, dass das Handy von meinem Vatern 5x klingelt und wenn man heim kommt kriegt man leider direkt den nächsten Einlauf, dass man ja immer weg sei - mal im Ernst, wie soll man das denn immer ertragen? Das ist schon echt sau schwer.
Ich finde es sehr schlimm zu sehen wie mein geliebter Mensch, meine Mama, langsam verschwindet. Keine Empathie mehr für Andere...
Frühbetroffene ist auch hier schwierig. In den Tagespflegen sind auch meist eher 75 aufwärts... wobei das bei uns ja eh komplett gescheitert ist. 😔
Hallo, ich bin nicht neu hier, mein Mann hat seit 2018 die Diagnose Alzheimer mit frühen Beginn (mit 55) und wir haben bis Ende 2023 alles ganz gut gemanagt. Ich bin voll berufstätig, mein Mann war in der Tagespflege. Seit Anfang 2024 hat sich die Situation drastisch verschlechtert, die Tagespflege konnte er nicht mehr besuchen und seit März 2024 ist er im Pflegeheim. Ich kann aus meiner Erfahrung sagen, man muss alle Angebote, wie Ergotherapie, Physiotherapie in Anspruch nehmen, wir sind auch bis zuletzt gemeinsam in den Urlaub gefahren, sind gewandert haben Konzerte besucht. Obwohl es für mich immer mit großen Anstrengungen verbunden war und manchmal hatte ich Unterstützung durch unsere Kinder. Es fällt mir sehr schwer meinen Mann im Pflegeheim zu besuchen und endet jedesmal sehr tränenreich. Wobei ich für mich keine Alternative sehe und bis 2030 noch arbeiten muss und möchte. Wir dachten am Anfang der Diagnose wir schaffen das gemeinsam aber heute weiss ich nur bis zu einem gewissen Punkt, denn die Krankheit ist nunmal nicht heilbar und für die neuen Medikamente war die Krankheit schon zu fortgeschritten. Ich möchte aber gerade den Ehepartnern mitgeben, solange wie möglich aktiv alles gemeinsam zu machen und auch Gewohnheiten beizubehalten (wir sind gerne ins Kino gegangen). Auch eine Reha in Bad Aibling im Alzheimerzentrum hat uns sehr geholfen., LG an alle betroffenen Angehörige!
Ich melde mich mal wieder. Auch ich habe versucht möglichst viele Angebote anzunehmen, um gemeinsam Alltag zu gestalten. Das was ich empfehlen kann ist Urlaub für Demenzerkrankte und Angehörige. Aber ich habe auch die Kurzzeitpflege genutzt, um allein zu verreisen. Das hat gutgetan. Ich muss noch bis 2029 arbeiten. Inzwischen habe ich mich auf ein Leben mit Alzheimer zu Hause eingerichtet. Das geht aber nur, weil mein Mann bettlägerig ist. Er ist mobil im Bett. Er will aber nicht aufstehen. So kann ich noch teilweise arbeiten gehen. Aber es ist manchmal nervenzehrend.
Mich beschäftigt gerade ein Problem: Wenn ich ihn in der Kurzzeitpflege unterbringen will und dazu einen Krankentransport/ Transport brauche, wer zahlt den Transport. Ich kann ihn ja nicht wie früher ins Auto packen und dahinfahren. Hat da jemand Erfahrung???
Hallo zusammen
ich hatte vo gut eine halben Jahr schon mal geschrieben ,
also ich war im 28.05.25 zur lumbalpunktion im Krankenhaus es kam folgendes raus . Der amyloid Wert Quotient war leicht zu niedrig bei 0.055 Labor mindestwert 0.062 der amyloid Wert 1-40 lag bei 13842 und der amyloid Wert 1-42 lag bei 764 er muss laut Labor 599 haben beide amyloid Werte 1-40 und 1-42 waren über den soll Wert . Tau Protein lag bei 333 Labor sagt das er nicht höher sein darf als 404 und Phospho Tau lag bei 42.7 Labor darf nicht über 56.5 kommen also beide Werte im normbereich. EEG und MRT waren im Mai unauffällig . Das Arzt Gespräch im Krankenhaus war nicht allzu lange und ich habe damals übertrieben und gelogen ich weiß das es heute ein Fehler war. Der neurologische Test war unauffällig. Habe dann im Juni den Befund mit der Post bekommen darin steht wortwörtlich , es spricht für eine beginnende Alzheimer Demenz Erkrankung und ist ggf mit Medikamenten zu behandeln. Bin dann am 4.07. zur Neurologin gegangen sie hat die neurologischen Test wiederholt , die sind gut ausgefallen , darauf schreibt die im Befund die kongitiven Verbesserungen und der gute allgemein Zustand ist nicht mit einer beginnenden Alzheimer Demenz Erkrankung vereinbar. Habe dann mich auf dem Hosenboden gesetzt meine Ernährung umgestellt 20 kg gewollt abgenommen privat läuft es gut sehe wieder von selbst die Hausarbeit und koche fast jeden Tag frisch auch mal für mehr Personen . Beruflich läuft es besser als je zu vor habe mich hoch gearbeitet und lerne seit Januar noch einen Bereich den ich nur als Aushilfe kannte bin schon 23 Jahre im Betrieb in Schichtarbeit mit Nachtschicht. Zusätzlich sind wir im Urlaub gewesen überhaupt kein Problem 1500 km gefahren alleine . Oder fahre jeden Tag meine Kinder zur Arbeit oder hole sie ab teile es mit meiner Frau Familie und Haushalt klappt gut ohne Auffälligkeiten. Zusätzlich habe ich einen großen Garten mit 1500 am davon 250 qm Gemüse Garten und zwei Treibhäuser die ich bewirtschafte zusätzlich baue ich gerade ein neues Hochbeet auf ohne Probleme . War dann am 19.01 bei meiner Psychiaterin die hat den Demenz Test wiederholt sie schreibt mir das es keine hinweise auf einem demenziellen Prozess gibt . Jetzt kommt es aber war heute 02.02.26 beim Neurologin aber nicht bei meiner Ärztin sondern bei ihrer Kollegin habe da den Test nicht ganz so gut hinbekommen mir fehlte laut ihrer Aussage ein Punkt hatte 25 von 30 hatte aber komplett schlecht geschlafen Angst vor diesen Tag habe nur bei der wort Wiederholungen bissl Probleme gehabt alles andere ob ihr Zeichen oder rechnen war top . Sie sagt darauf das mein amyloid Wert Quotient ich im Mai letzten Jahres leicht auffällig war sollte ich doch ein Medikament zur Unterstützung nehmen habe ihr von allen Verbesserungen des letzten halben Jahres erzählt scheint nicht eine große Rolle gespielt zuhaben obwohl meine Frau es bestätigt hat . Sie hat nicht gesagt das ich erkrankt bin oder das ich gesund bin ganz komisch war das Gespräch. Bis heute Morgen ging es mir gut . Was denkt ihr bin ich erkrankt oder was . Meine Familie sagt das ich mich total zum guten verändert habe auch im Betrieb .
lg Stefan
os ich habe das alles aus dem Kopf geschrieben,
Hallo Stefan,
manche Ärzte/Ärztinnen sind leider nicht sehr empathisch und schauen manchmal auch nicht so genau hin. Ich würde mir gar keinen Kopf machen: Wenn ansonsten alle Entwicklungen so positiv sind, dann ist das viel aussagekräftiger als so ein einzelner schlechter Tag bei einer fremden Ärztin. Sprechen Sie am besten nochmal mit Ihrer eigentlichen Ärztin darüber, damit sie die Aussage ihrer Kollegin für Sie einordnet.
Viele Grüße und alles Gute,
Susanna Saxl-Reisen, DAlzG
Hallo Gerhild,
ab Pflegegrad 3 übernimmt die Krankenkasse den Transport, wenn der Arzt die medizinische Notwendigkeit bescheinigt - was ja eigentlich kein Problem sein sollte. Am besten reichen Sie das dann vorab bei der Krankenkasse ein, um sicherzustellen, dass alles glatt läuft.
Viele Grüße,
Susanna Saxl-Reisen, DAlzG
Danke, ja mir geht’s gut , ich ziehe mein eigenes Gemüse selbst , habe schon ein pflanzplan erstellt, in den halben Jahr habe ich sechs mal das Licht vergessen aus zu machen oder zweimal das Auto vergessen ab zu schließen oder zwei mal das Hörgerät an zu ziehen da ich im schichtdienst arbeite und auf Nachtschicht mit Schlafmangel zu kämpfen habe , denke ist das normal meine Familie sagt ich war 10 Jahren nicht anders.
danke für die Information. G.