Umgang mit Versagensängsten
Guten Tag, liebe Mitbetroffene,
Mein Ehemann leidet unter Demenz und ich kämpfe mit Versagensängsten. Durch Aphasie, Verkrampfung, unberechenbares Verhalten und auch aggressive Phasen sind Pflege und Versorgung teilweise zur großen Herausforderung geworden. Manchmal steht mein Mann auf einer Treppenstufe und kann keinen Schritt mehr weitergehen. Dann besteht auch die Gefahr, daß er umkehrt und runterfällt. Das macht mir Angst und ich weiß nicht, was jetzt sinnvoll ist. Soll ich einen teuren Treppenlift einbauen lassen oder ein Pflegebett ins Wohnzimmer stellen? Die ebenerdige Dusche ist oben. Geduld hilft meist weiter. Bisher haben wir es geschafft. Aber manchmal komme ich nervlich an Grenzen. Hat jemand eine ähnliche Herausforderung? Wie habt ihr euch entschieden?
Kommentare
Treppenlift muss nicht teuer sein. Die Kasse übernimmt 4000€. Kommt drauf an, ob die Treppe gerade ist oder um die Ecke geht. Wenn du den Umbau einer Dusche später anmeldest, bezuschusst die Kasse das auch noch mal mit 4000€.(ich gehe jetzt davon aus, dass ihr ein 2. Bad paterre habt)
Hallo Gerhild,
Erstmal danke für deinen Kommentar. Nein, wir haben leider kein 2. Bad Parterre und es ist auch bautechnisch nicht machbar. Falls mein Mann nicht mehr die Treppe hoch kommt, dann geht Hygiene nur noch mit Waschschüssel. Ob er sich auf einen Treppenlift setzt und sitzen bleibt ist auch nicht sicher. Er ist sehr unruhig, sitzt kaum, steht ständig auf. Ich bin abends immer froh, wenn wir es nach oben geschafft haben. Aber, wie lange noch?
Unsere Treppe hat eine Kurve und geht nur über 1 Etage. Wir haben in diesem yJahr erst das Bad auf barrierefrei umgebaut. Da wird die Krankenkasse nicht auch noch einen Treppenlift unterstützen?