dementer Raucher-ich brauche dringend Tipps!!

Hallo an alle,

ich pflege seit etwa 2 Jahren meinen an vaskulärer Demenz erkrankten,jetzt 65jährigen, Mann.

Ausser den mit der Demenz einhergehenden Belastungen ist das Rauchen seit etwa 6 Monaten zu einem nicht mehr auszuhaltenden Problem geworden.

Er war nie ein Kettenraucher,aber da er die Zeit zwischen den Zigaretten vergisst,verlangt er ca.alle 3-5 Minuten nach einer Zigarette.

Nach einigen Vertröstungen auf die nächste in einer halben Stunde reagiert er teils auch aggressiv und schubst oder schlägt.

Er geht 4x in der Woche zur Tagespflege, was mich (selbst wg.psychischer Probleme vorzeitig berentet) sehr entlastet.

Die Tagespflegeeinrichtung tut sich mit diesem sehr fordernden Verhalten zunehmend schwer und es besteht die Gefahr,dass uns der Platz gekündigt wird.

Dies wäre eine Katastrophe!!!

Wir haben uns in einer,einem Demenzheim angegliederten,Tagespflege angemeldet,aber die Belastung zu Hause ist fast nicht mehr zu ertragen.

Alle Tipps, von wegen E-Zigarette, Fakezigarette, Zettel mit den Zeiten zu der nächsten zigarette ect. haben nicht zu einer Lösung geführt.

Nirgends im Netz findet man dazu Irgendwas

Sind wir denn die Einzigen,die dieses Problem haben???

Mittlerweile denke ich über eine Heimunterbringung nach,denn auch meine sehr viel unterstützenden Kinder kommen an ihre Belastungsgrenze. Aber da kommt sofort das schlechte Gewissen durch!

Da stellt sich doch die Frage: Nimmt ein Heim einen solchen Dementen???


Kann mich hier irgendjemand an Erfahrungen teilhaben lassen?

Vielen Dank im voraus,

winnie1960

Kommentare

  • Hallo Winnie,

    ich habe erst heute Deinen Bericht gelesen. Ist ja schon über Jahr her. Hat sich Deine Situation inzwischen entspannt oder verschlimmert?

    Ich erzähle einfach mal, wie es bei uns ablief. Mein Mann ist seit 5 Jahren dement (Pflegestufe 3). Er war zeit seines Lebens Pfeifenraucher. Er hat sie sich auch immer selber angezündet. Das Problem fing damit an, daß er täglich ein Feuerzeug verbrauchte, weil er immer mehr Probleme mit dem Anzünden hatte, da er des Öfteren den Pfeifenkopf ankogelte. Irgendwann sollte ich die Pfeife für ihn anzünden, was ich verweigerte mit dem Hinweis, wenn er rauchen will, dann soll er es selber machen, Und ich habe beobachtet, daß er ab und zu die Pfeife beiseite legte. Habe dann einfach ab und zu 'vergessen', neuen Tabak oder Feuerzeuge zu kaufen. Und es ist gar nicht lange her, da habe ich seine Pfeife einfach entsorgt. Keine 'Vermisstenmeldung' und kein Stress mehr.

    Wie gesagt, ich weiß ja nicht, inwieweit sich Deine Situation geändert hat. Falls nicht, wie wäre es, wenn Du Deinem Mann ein Päckchen Zigaretten zur freien Verfügung gibst. Und wenn er es aufgeraucht hast, gibst Du ihm eben ein weiteres . Dann bist Du auch nicht in seiner Nähe und vermeidest somit. seinen Reaktionen ausgesetzt zu sein. Du entscheidest, wann keine Zigaretten mehr da sind. Es ist ja auch ein ziemlicher Kostenfaktor. Vielleicht 'vergisst' Du dann ab und zu, neue Zigaretten zu kaufen.

    Ich würde mich freuen, wenn Dir meinen Vorschlag umsetzen kannst, vorausgesetzt, er ist noch relevant.

    Viele Grüße

    Ginei

  • winnie ist nicht mehr da, aber ich denke, es gibt dieses Problem immer wieder

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